Älter werden und Wohnen – wo fühle ich mich zu Hause?
Wenn ich über das Älterwerden nachdenke, wird für mich auch die Frage nach meinem Wohnumfeld immer wichtiger.
Als hochsensible Frau habe ich schon früh gespürt, dass meine Umgebung einen großen Einfluss darauf hat, wie es mir geht. Lärm, Verkehr, viele Menschen und ständige Bewegung können für mich sehr anstrengend sein. Die Nähe zur Natur dagegen hat mir immer gutgetan.
Schon als Kind habe ich am Rand einer Kleinstadt, nicht weit vom Wald entfernt, gelebt. Später durfte ich einige Jahre in einem kleinen Ort im Hochschwarzwald verbringen. Dort habe ich mich freier und wohler gefühlt.
Im Laufe meines Lebens habe ich auch in größeren Städten und in schönen Häusern gelebt. Von außen betrachtet war vieles gut. Aber ich habe immer wieder erlebt, dass ein Ort trotzdem nicht zu mir passen muss.
Heute weiß ich besser, was mir wichtig ist: Ruhe, Natur, Freiheit und eine überschaubare Lebenssituation.
Auch meine Bedürfnisse haben sich verändert. Ein großes Haus, das früher durch meine Lebenssituation wichtig war, wäre heute für mich nicht mehr das, was ich brauche. Ich wünsche mir einen Raum, den ich gut versorgen kann und der mir erlaubt, mein eigenes Tempo zu leben.
Meine heutige Wohnsituation ist dabei nicht perfekt. Ich spüre auch hier Begrenzungen und möchte nichts schönreden. Aber im Moment ist sie für mich die stimmigste Lösung.
Ich frage mich heute deshalb weniger:
„Was wäre die perfekte Wohnsituation?“
Sondern:
„Was ist für mich im Jetzt möglich – und was unterstützt mich wirklich?“
Mit 61 Jahren wird für mich auch die Selbstbestimmtheit immer wichtiger. Ich möchte meinen Alltag möglichst lange selbst gestalten können. Dazu gehören für mich erreichbare Einkaufsmöglichkeiten, die Möglichkeit, zu Fuß in die Natur zu kommen, und eine Umgebung, in der ich mich zurückziehen und zur Ruhe kommen kann.
Denn bewusst älter zu werden bedeutet für mich nicht nur, nach innen zu schauen.
Es bedeutet auch, wahrzunehmen, welche äußeren Bedingungen mir guttun.
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Wie fühlt sich dein Wohnort für dich an?
Wo fühlst du dich weit?
Wo kannst du aufatmen?
Und was wäre vielleicht ein kleiner Schritt, der deine Umgebung ein wenig mehr zu einem Ort macht, an dem du dich wirklich spüren kannst?
Für mich bleibt dabei eine Sehnsucht bestehen:
Ein Ort, an dem ich mich zu Hause fühle.
Ein Ort, an dem ich in Ruhe ich selbst sein kann.
Vielleicht ist Zuhause am Ende nicht nur ein bestimmter Ort.
Vielleicht ist es auch der Raum, in dem wir uns selbst wieder spüren können.
Hier kannst du das Video anschauen:
Erstellt am 04.09.2026.